Wissenswertes über Rumänien und Österreich

Nach dem Statistischen Jahrbuch Migration & Integration 2021:

  • … lag Rumänien im Jahr 2020 mit +17.479 Zuzügen an zweiter Stelle nach Deutschland mit +19.013 und vor Ungarn mit +10.098 Zuzügen. (S. Grafik S. 37; vgl. S. 7, 34 und 36)
    Seit 2014 lag Rumänien zuvor bei den Zuzügen nach Österreich jeweils an erster Stelle, 2019 mit +20.255 Zuzügen, 2018 mit rund +19.200 und 2017 mit etwa +17.800 Zuzügen, 2016 ca. +16.700, 2015 ca. +17.500 und 2014 ca. +20.700; 2013 lag Rumänien mit ca. +13.500 Zuzüge an dritter Stelle).
  • … wies Rumänien 2020 mit +6.318 Personen den zweitgrößten Wanderungssaldo nach Deutschland mit +9.008 und vor Ungarn mit +2.824 Personen auf. (Vgl. Grafik auf S. 38)
    Damit war das Waldungssaldo niedriger als in den Vorjahren, in denen Rumänien den größten Wanderungssaldo aufwies: 2019 mit +8,719 Personen, 2018 mit +8.684 Personen und 2017 mit +8.416 Personen (2016: +7.531; 2015: +8.300 Personen).
  • … verzeichnete Rumänien in den letzten zehn Jahren den stärksten Zuwachs (+90.238) vor Ungarn (+65.768) und Deutschland (+64.630). (Vgl. S. 28; Vgl. Grafik S. 29).
  • … belegte Rumänien abermals mit Stichtag 1.1.2021 bei der Anzahl ausländischer Staatsangehöriger in Österreich den zweiten Platz mit 131.824 Personen nach Deutschland (208.732). Damit gibt es mehr Staatsangehörige aus Rumänien in Österreich als aus Serbien (121.990) und der Türkei (117.580) sowie aus Bosnien und Herzegowina (96.990), Ungarn (91.395), Kroatien (89.007) und Polen (65.604). (Grafik S. 29: vgl. S. 7 und 28)
    Rumänische Staatsangehörige nahmen 2019 mit 123.459 Personen erstmals den zweiten Platz, 2018 mit rund 112.700 Personen wie 2017 mit rund 102.200 Personen noch den vierten Platz, in den Jahren 2016 mit knapp 92.100, 2015 mit 82.900 und 2014 mit 73.000 Personen den fünften Platz ein.
  • … hatte Rumänien wiederum eine der niedrigsten Verbleibraten beim Anteil zugezogener Personen mit einer Aufenthaltsdauer von mindestens 5 Jahren in den Jahren 2011–2015 mit 44,9 % (s. Grafik auf S. 28), wenn auch einen höheren als 2010–2014 mit 43 %, 2009–2013 von 40 % und 2008–2012 von 39,2 % sowie 2007–2011 von 40,3 %, während die Verbleibrate 2006–2010 mit 52,4 % noch nahe am Durchschnitt lag.
  • … gehörten Staatsangehörige aus Rumänien auch 2020 mit durchschnittlich 30,9 Jahren zu den jüngsten Zuwanderungsgruppen in Österreich. Das Durchschnittsalter ausländischer Staatsangehöriger in Österreich liegt bei 35,7 Jahren, jener aus Deutschland bei 40,9 Jahren, wobei auch sie um 3,7 Jahre jünger als die Inländerinnen und Inländer waren. (Vgl. Grafik auf S. 31)
    Das Durchschnittsalter der Staatsangehörigen aus Rumänien erhöhte sich damit leicht gegenüber 2019 mit 30,6 Jahren, 2018 mit 30,4 Jahren, 2017 mit 30,3 Jahren, 2016 mit 30,2 Jahren und 2015 von 30,1 Jahren.
  • … wies Rumänien selbst im Vergleich zu anderen europäischen Staaten im Jahr 2019 eine geringe Zuwanderungsrate von 10,4 je 1.000 Einwohner/-innen auf (vgl. S. 36 und die Grafik auf S. 39), die 2018 mit 8,9 je 1.000 EW niedriger war (2017: 9,1; 2016: 7,0; 2015: 6,7 je 1.000 EW).
  • … wurden in Rumänien 2020 – als an 12. Stelle unter den EU- und EFTA-Staaten stehend – 6.155 Asylanträge gestellt, während Österreich mit 14.755 Asylanträgen an 9. Stelle rangierte. (S. Grafik S. 39; vgl. S. 38)
  • … kam es in Rumänien 2020 bei 240 Flüchtlingen an EU-weit 14. Stelle zu einer Asylanerkennung, während Österreich mit 8.069 an vierter Stelle in der EU lag. (S. Grafik S. 41; Vgl. S. 40)
  • … ist Rumänisch 2019/20 mit 2,2 % die dritthäufigste nicht-deutsche Erstsprache der 4- bis 5-Jährigen in elementarischen Bildungseinrichtungen nach Türkisch (5,7 %) und Bosnisch-Kroatisch-Serbisch (BKS; 5,5 %). (S. Grafik S. 47) Bei rund 73 % war die Erstsprache Deutsch.
  • … war 2020 der Anteil von Fachkräften mit mittlerer Qualifikation unter den Erwerbstätigen aus Rumänien (wie aus Bulgarien und Kroatien) mit 40 % besonders hoch, bei jenen aus dem ehemaligen Jugoslawien lag er bei 44 %. (Vgl. S. 10) Den höchsten Bildungsgrad hatten 2020 Erwerbstätige aus den EU-Staaten vor 2004, den EFTA-Staaten sowie aus GB: 50 % hatten einen Universitätsabschluss gegenüber 22 % der Österreicher/innen
  • … wies Rumänien im Wintersemester 2019/20 mit 1.423 ordentlichen Studierenden zwar eine durchschnittliche Anzahl unter den ausländischen Studierenden in Österreich auf, aber in Relation zur Anzahl an rumänischen Staatsangehörigen in Österreich ist dieser Wert gering. (S. Grafik auf S. 51) Die Anzahl Studierender aus Rumänien in Österreich stieg in den vergangenen zehn Jahren um 32 %. (Vgl. S. 51)
    Im Vergleich zum WS 2018/19 mit 1.407, dem WS 2017/18 mit 1.486, dem WS 2016/17 mit 1.520 und zum WS 2015/16 mit rund 1.500 Studierenden ist die Zahl recht stabil.
  • … hatte Rumänien 2019 einen geringen Anteil mobiler Studierender im Europa-Vergleich von 5,7 %. (Vgl. Grafik auf S. 51)
    Der Anteil hat sich gegenüber 2018 mit 5,4 %, 2017 von 5,2 %, 2016 von 4,8 % und 2015 von 4,3 % zunehmend verbessert.
  • … wies Rumänien mit Stichtag 1.1.2021 einen sehr geringen Segregationsindex (d.i. der Anteil der Staatsangehörigen, die zwischen den Gemeinden Österreichs umziehen müssten, um eine relative Gleichverteilung über alle Gemeinden herzustellen) mit 30 % um 2 % unter dem Durchschnitt auf, gefolgt nur von Deutschland und Ungarn mit einem noch geringeren Segregationsindex von 25 %. (S. Grafik auf S. 83)
    Der Segregationsindex betrug am 1.1.2020 mit 29,8 % um 2,4 % unter dem Durchschnitt, am 1.1.2019 mit 29,9 % um 2,3 % unter dem Durchschnitt und am 1.1.2018 noch 30,3 % und 1,7 % unter dem Durchschnitt.
  • … stammte bei den 304 Eheschließungen zwischen in Österreich und in Rumänien geborenen Personen 2020 zu 74 % die Ehefrau aus Rumänien, während zu 26 % der Ehemann aus Österreich kommt. (S. 86; Grafik S. 87). In den letzten 15 Jahren hat sich der Anteil der Partnerschaften mit zumindest einer im Ausland geborenen Person um acht Prozentpunkte auf 30 % erhöht. (Vgl. S. 86)
    2019 stammte bei 395 Eheschließungen zu 75 % die Ehefrau aus Rumänien, 2017 bei 382 Eheschließungen zu 74 %, folglich zu 26 % der Ehemann aus Österreich.
  • … waren 2020 von den 8.488 Häftlingen in Österreich 49 % ausländische Staatsangehörige, die in erster Linie aus Rumänien, den Nachfolgestaaten des ehemaligen Jugoslawiens, Ungarn, Nigeria und der Türkei kamen. (Vgl. S. 12 und 14)
  • … belegte Rumänien 2020 den siebten Platz bei Einbürgerungen in Österreich (und den ersten unter den EU-Mitgliedsstaaten) mit 301 Personen. (Grafik S. 91)
    2019 belegte Rumänien den sechsten Platz bei Einbürgerungen mit 376 Personen.
  • Rumänien selbst hatte mit 4,7 % nach Schweden (7,0 %) 2019 die zweithöchste Einbürgerungsrate unter den EU- bzw. EFTA-Staaten, während Österreich mit 0,7 % den sechstniedrigsten Wert aufwies. (Vgl. S. 87; Grafik S. 89)

Quelle: » Statistisches Jahrbuch migration & integration 2021
Vergleichszahlen (kursiv gesetzt) aus den Statistischen Jahrbüchern der vorherigen Jahre

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